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Es muss nicht immer Jazz sein - in dieser Rubrik möchten wir aus der Sicht des Bayernjazz einen Blick auf aktuelle Themen wagen, oder auch ab und an für uns zentrale Fragen aufwerfen.
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Einige unserer Verfolger auf Twitter wunderten sich am Dienstag sicher, als auf unserem Profil einen Tag lang das Schlagwort #ffm10 den Ton angab. Eingeladen von Carta verfolgten wir die „Future Face of Media“ Konferenz in Frankfurt. Warum? Weil wir überzeugt waren, dass das Bayerische Jazzinstitut auf einer hochkarätig besetzten Medienkonferenz eine Menge lernen kann – die Symbiose von Kunst und Medien ist unser tägliches Brot. Wir hatten recht, nur anders als erwartet.
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Als wir vor sieben Jahren unserer Landesbildungsoffensive den Titel „Jazz (er-)leben“ gaben, versuchten wir, unsere Überzeugungen in einen einprägsamen Slogan zu verpacken. Letzte Woche ging uns beim Jazz Juniors Workshop auf, dass aus dem griffigen Leitsatz inzwischen ein echtes (Über-)Lebensmotto geworden ist. Schlüssel für diese Erkenntnis waren unsere „Kleinen“: sie hatten einen Song selbst komponiert, den sie nicht nur überzeugend spielten, sondern mit individuellen Textzeilen auch eine Vielzahl von Stimmen verliehen: „Wir lieben Jazz.“
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Der Anspruch, ‚unseren‘ Jazz nicht nur erlebbar zu machen, sondern auch zu leben, bedeutet einen Grenzgang zwischen Empathie und pragmatischem Realismus. Der Bayernjazz lebt und pulsiert – die Interaktion mit Gesellschaft und Umwelt sorgt dafür, dass wir im Geben und Nehmen stetig dazu lernen. Für alle da zu sein, die unsere Leidenschaft für die individuelle Freiheit im Kontext einer starken Gemeinschaft teilen, ist eine Herausforderung, der wir uns parallel zu unserem wissenschaftlichen Auftrag mit Begeisterung stellen. Anderen Orientierung, Halt und Beistand zu geben, hat täglich eine enorm sinnstiftende Wirkung.
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Im letzten Jahr haben wir bei einem Vortrag an der Evangelischen Akademie Tutzing ausgeführt, dass wir das Bayerische Jazzinstitut als eine Lebensform betrachten. Das bedeutet: wir erfüllen unsere Aufgaben, gehen aber mit offen Augen durchs Leben und reagieren und interagieren als Institution auf Ebenen und in Bereichen, die den engen Themenkreis des Jazz tagtäglich sprengen. Dafür ernteten wir viel Beifall. Ein Geistlicher versuchte uns danach aber zu erklären, es sei nicht unsere Aufgabe, Haltung und Werte zu transportieren, sondern für die Kunst an sich und in unserem speziellen Fall, den Jazz als Musikform einzutreten. Nicht mit uns.
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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 12. März 2010 um 15:01 Uhr |
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